"Meine" Filme

Thomas M. Fiedler

 

 
Filmdaten
Originaltitel: Die Feuerzangenbowle
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1944
Länge: 94 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Helmut Weiss
Drehbuch: Heinrich Spoerl
Produktion: Heinz Rühmann
Musik: Werner Bochmann
Kamera: Ewald Daub
Schnitt: Helmuth Schönnenbeck
Besetzung
  • Heinz Rühmann: Dr. Johannes Pfeiffer bzw. Hans Pfeiffer
  • Karin Himboldt: Eva Knauer
  • Hilde Sessak: Marion
  • Erich Ponto: Gymnasialprofessor Crey, genannt Schnauz
  • Paul Henckels: Gymnasialprofessor Bömmel
  • Hans Leibelt: Direktor Knauer, genannt Zeus
  • Lutz Götz: Oberlehrer Dr. Brett
  • Egon Vogel: Musiklehrer Fridolin
  • Hans Richter: Rosen
  • Clemens Hasse: Rudi Knebel
  • Rudi Schippel: Luck
  • Hedwig Wangel: Haushälterin bei Crey
  • Anneliese Würtz: Frau Windscheidt
  • Margarete Schön: Frau Direktor Knauer
  • Max Gülstorff: Oberschulrat
  • Maria Litto: eine Schülerin
  • Albert Florath: Mitglied der Bowlenrunde
  • Ewald Wenck: Kastellan Kliemke
Die Feuerzangenbowle ist ein deutscher Spielfilm aus dem Jahre 1944 von Helmut Weiss nach dem gleichnamigen Roman von Heinrich Spoerl und Hans Reimann. Dem Film ist ein Zitat aus dem Roman vorangestellt: „Dieser Film ist ein Loblied auf die Schule, aber es ist möglich, dass die Schule es nicht merkt.“

 

Bei einer Feuerzangenbowle erzählt sich eine Herrenrunde Geschichten aus ihrer Schulzeit. Der erfolgreiche junge Schriftsteller Dr. Johannes Pfeiffer (Heinz Rühmann) beneidet seine Freunde um den Spaß, den sie in der Schule hatten. Ihm selbst blieb solches versagt, da er von einem Hauslehrer erzogen wurde. Seine Freunde beschließen daraufhin, ihn als Schüler zu verkleiden und für ein paar Wochen eine „richtige“ Schule besuchen zu lassen, ein Gymnasium in der kleinen Stadt Babenberg.

Dort angekommen, mietet er sich ein möbliertes Zimmer und besucht die Schule verkleidet als Oberprimaner Pfeiffer. Er ist bald in der Klasse beliebt und spielt zusammen mit seinen Klassenkameraden den Lehrern Crey, genannt Schnauz, und Bömmel und dem Direktor Knauer übliche Schüler-Streiche. Seine extravagante Freundin Marion reist ihm derweil nach und versucht, ihn zur Vernunft zu bringen, wie sie es nennt, da sie glaubt, er sei verrückt geworden. Er lässt sich auch zunächst von ihr überreden, nach Berlin zurückzukehren, beschließt aber im letzten Moment, weiterhin an der Schule zu bleiben und Marion allein zurückreisen zu lassen. Im Verlauf seiner weiteren Schulzeit verliebt er sich in die 17-jährige Eva, die Tochter des Direktors, und offenbart ihr seine wahre Identität. Eva nimmt ihn diesbezüglich jedoch nicht ernst.

Durch diese Zurückweisung gekränkt, beschließt er seinen Hinauswurf aus der Schule zu provozieren. Er lädt die Oberklasse der benachbarten Mädchenschule zum Unterricht ein. Er selbst hält den Unterricht als Prof. Crey verkleidet (dem echten Professor hat Pfeiffer Wecker und Uhr verstellt, sodass Crey sich erst viel zu spät auf den Weg zur Schule begibt). Just am selben Tag besucht jedoch der Oberschulrat das Gymnasium, um die Eignung des Prof. Crey für das Direktorat einer eigenen Schule zu prüfen. Als das den Unterricht visitierende Lehrerkollegium feststellt, dass Pfeiffer als Crey verkleidet den Unterricht hält, fleht ihn der Direktor an, den Schwindel weiterzuspielen. Gerade als der Oberschulrat, zufrieden mit dem Unterricht, abreisen möchte, stürmt der wahre Prof. Crey zur Türe hinein und steht Pfeiffer gegenüber. Der Oberschulrat empfiehlt den beiden Herren, sich zu einigen, wer denn nun der wahre Crey sei, und reist ab. Pfeiffer beendet die Maskerade und erwartet seinen Hinauswurf für diese Aktion, der Direktor weigert sich jedoch, ihn zu entlassen, da er Pfeiffer Straffreiheit zugesichert hatte. Davon verwirrt, beschließt Pfeiffer, um die Hand von Eva anzuhalten, er gibt dem Lehrerkollegium seine wahre Identität zu erkennen.

Der Film endet mit der Einblendung Pfeiffers, wieder als Erwachsener in der zu Beginn des Filmes gezeigten Szenerie. Er erklärt, all das oben Erzählte sei eigentlich nur erfunden. Nur die Szene mit der Feuerzangenbowle sei Wirklichkeit.


Kommentar

Thomas:
Rühmann, liebenswürdig komödiantisch - wie fast immer. Der Traum vom Auflehnen gegen die Widrigkeiten der Schule. Beim Anschauen unbedingt Feuerzangenbowle zubereiten.

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